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MAYDAY! MAYDAY! Uni prekär
von Gruppe Perspektiven

Diskussionsverstaltung mit Joe Grim Feinberg (Graduate Students United) aus Chicago sowie AktivistInnen von Perspektiven und Linkes Hochschulnetz

Donnerstag, 14. April 2011, 19 Uhr
Aula, Uni-Campus AAKH, Hof 1, Spitalgasse 2 / Alserstr 4, 1090 Wien

Am 1. Mai findet heuer zum fünften Mal die MayDay-Parade in Wien statt. Begonnen hat alles 2004 als Teil der EuroMayDay-Kampagne mit dem Ziel einerseits den 1. Mai als Kampftag zu erneuern und andererseits – auch über den 1. Mai hinaus – das Thema “Prekarisierung” an die Öffentlichkeit zu tragen und widerständig zu besetzen.
Begriffe wie Prekarität, Prekarisierung und Prekariat sind mittlerweile den wenigsten fremd. Immer mehr Menschen sind mit “flexibleren” Arbeitsverhältnisssen bei entsprechend marktgerechteren – sprich: niedrigeren Löhnen konfrontiert, sei es bei der Arbeit mit Laptop oder Putzfetzen; mit oder ohne Krankenversicherung; mit oder ohne Aufenthalts- oder Arbeitsbewilligung.

MAYDAY!MAYDAY! Uni prekär…

Die Universitäten sind ein wesentlicher Ort der Prekarisierung. Studierende sind einem immer größeren ökomischen Druck ausgesetzt (Kürzung Familienbehilfe, drohende Wiedereinführung Studiengebühren), schlagen sich durch das mit “McJobs” finanzierte Studium, jagen in schlecht bis gar nicht bezahlten Praktika Zusatzqualifikationen nach, um nach dem Abschluss sich selbst als “hochqualifierzierte*r Wissenarbeiter*in” vermarkten zu müssen. Diese Wissensarbeitsrealitäten sind ebenso prekär: kurzfristige Projekte, schlecht bezahlte Lektor*innenjobs, aufwendige Projektanträge mit langen Wartezeiten und ungewissem Ausgang, Druck zur Selbstausbeutung. Die Arbeit und somit das Leben werden längerfristig kaum planbar und soziale Sicherheit stellt sich einfach nicht ein.

In den letzten Jahren gab es neben der unibrennt-Bewegung an verschiedenen Instituten immer wieder lokale, teils erfolgreiche Kämpfe und Initiativen zur Verbesserung – bzw. zur Verhinderung der Verschlechterung – der Arbeitssituation von Lehrenden / Forschenden / Studierenden. Diese Initiativen existieren oft parallel, es gibt meist wenig Kommunikation und teilweise erfährt man nicht einmal voneinander.

Im Rahmen dieser MAYDAY! Mobilisierungsveranstaltung sollen Erfahrungen ausgetauscht, der Begriff Wissensarbeit diskutiert und mögliche Strategien der Organisierung ausgelotet werden. Ein besonderes Anliegen ist dabei, die Situation von Studierenden und jenen von Forschenden/Lehrenden zusammenzudenken und auf die Suche nach gemeinsamen Handlungsmöglichkeiten zu gehen!

Eine Initiative von IG Externe LektorInnen und freie Wissenschafter*innen, Linkes Hochschulnetz und Perspektiven. Magazin für linke Theorie und Praxis im Rahmen von MAYDAY!





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