Goldpreisanstieg bringt mehr für Dollar-Spekulanten als Euro-Anleger

admin | Mittwoch, 21. Oktober 2009 - 09:00

Der Goldpreis erklimmt im Jahr 2009 immer neue schwindelerregende Höhen und die Botschaften erfreuen all jene die in Gold vorgesorgt haben. Jedoch muss man als Ottonormalinvestor immer bedenken, dass die Notierungen in US Dollar sind, welcher im Vergleich zum Euro zuletzt stark gefallen ist. Ein Euro ist mittlerweile unglaubliche 1,5 US Dollar wert! Das heißt der Goldpreis ist in Euro noch ca. 10% unter seinem Jahreshoch.

Die Wirtschaftswoche zeigt nun wie pfiffige Spekulanten derzeit Geld mit Gold verdienen. Sie verschulden sich zu den derzeit extrem günstigen Zinsen in US Dollar und kaufen mit diesem Geld dann Rohstoffe wie zim Beispiel Gold an Terminbörsen, da ein Investment in physisches Gold für die Spekulanten mehr Geld-Ressourcen kostet. Denn an einer Terminbörse oder Futures Börse geht man eine Wette auf einen steigenden oder fallenden Preis ein. Als Sicherstellung müssen ca. 10% des Transaktionswertes bei der Börse eingezahlt werden. Verläuft der Kurs nachteilig für den Investor, so muss er – oft nicht unbeträchtlich viel – nachschießen. Durch die geringe Sicherstellung hat der Investor einen sehr großen Hebel, geht jedoch auch ein sehr hohes Risiko ein.

Selbstverständlich sollte man Terminbörsen nun nicht mit Pferdewetten, etc. vergleichen, denn sie dienen in erster Linie den Goldminen zur Absicherung Ihrer Produktion. Das nennt sich Hedging. Hier ein kurzes Beispiel: Fördert beispielsweise eine Goldmine zum Preis von 500 USD eine Unze Gold und der Goldpreis liegt bei 1000 USD je Unze, so hat sie sehr großes Interesse, einen Teil Ihrer Goldförderung aus Risikogesichtspunkten mit einem gewissen Profit abzusichern. D.h. eine Minengesellschaft weiß, dass Ihre Jahresproduktion in 100 Tonnen Gold ist und kann dann auf Termin in einem Jahr ein Geschäft über die Lieferung von 100 Tonnen zum Unzenpreis von 1.000 USD abschliesen. Steht der Goldkurs dann bei 1300, so ist es ein Geschäft für den Käufer. Fällt der Goldpreis aber rapide aus irgendwelchen Gründen auf 400 USD, so hat die Mine einen Vorteil.

Nun aber zur aktuellen Situation: Laut Jochen Hitzfeld (Unicredit Group) haben Investoren 745 Tonnen Gold an der US Terminbörse mehr gekauft als verkauft und das entspricht etwa einem Drittel der Jahresproduktion aller Minen. Das heißt, dass der Goldpreis auch sehr stark von diesen Terminkäufen abhängig ist.

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